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Tagebuch eines Verrückten


26.05.2005Die Benzinkrise erreicht den kleinen Mann!
10.05.05:

Ich hatte 3 Tage zuvor mein erstes Auto bekommen, und wollte mich gerade auf meine erste große Fahrt (600km) machen... von Bruchsal nach Gössnitz!
Mein Tank war fast noch voll, also los:
Als erstes, 30 Minuten die Autobahn gesucht... endlich gefunden, drauf gefahren... dann gemerkt, dass ich in die falsche Richtung fahre... scheiße, die nächste Ausfahrt ist noch 30km weg... also weiter...

Endlich: Die Ausfahrt... raus, durch Karlsruhe, und wieder drauf, in die richtige Richtung...
ca. 550 km ging alles gut... trotz dichterem Verkehr, und verwirrenden Autobahnkreuzen nicht verfahren, keinen Unfall gehabt, nichts... dann ging die Reserveleuchte an... mein Tank war bald leer.
Mein Auto, wenn auch gebraucht, ist nicht schlecht, hat nen kleinen Bordcomputer... den konsultiert... er sagte, ich hätte noch Sprit für 120km... Gössnitz war 60km weg, und dort hat es eine billige Tankstelle, also beschloss ich, nicht zu tanken...

leider, leider hab ich mich wieder mal verfahren... und 200m vor der Tankstelle in Zwickau iss mein Tank alle... ich, Warnblinker gesetzt, mit dem letzten Schwung rechts ran aufn Bürgersteig, überlegt, was ich mache... auf Kanisterbetankung hatte ich keinen Bock, das dauert immer ewig, und ich schütt mir dabei immer das Benzin auf die Pfoten... da viel mir was fantastisches auf: Bis zu der Tank stelle geht es steil bergab... Junge, du kannst bis zur Zapfsäule rollen...

Gut, mir neuer Hoffnung die Handbremse gelöst, 1. Gang rein, Kupplung getreten, und ab ging die rasante Fahrt... etwa 30cm weit, dann endete sie mit einem schabenden Geräusch...Bremse, Handbremse fest, ausgestigen, nachgeschaut... einer der Anwohner hat gemeint, er müsste seinen Bürgersteig mit einem riesigen Stein verschönern... welcher mich nun am Weiterrollen hinderte...
Ok, kühl nachgedacht: Junge, schieb das Auto ein Stück zurück...
Wie gesagt, es ging sehr steil bergab, und einen voll beladenen Opel Omega Caravan schiebt man allein nicht so einfach bergauf... noch dazu, wenn man die Fahrertür nicht richtig öffnen kann, weil da eine voll befahrene Hauptstraße ist... also, Vorhaben eingestellt... schließlich auf die einzige Option zurückgegriffen: Kanisterbetankung...
Da war ich froh, dass mein Tankdeckel rechts ist (wie gesagt: Voll befahrene Hauptstraße!!!) so konnte ich wenigstens vom Bürgersteig betanken...
Schließlich war mein Kanister alle, und ich konnte den Versuch starten, ein Stück zurückzusetzen, um dem Einfluss des Steines zu entkommen... der Tank war sowas von leer, dass ich etwa 10 Minuten brauchte, bis der Motor startete... aber dann hats geklappt, ich konnte 50cm zurücksetzen, dem Stein entkommen, und zur Tanke rollen...

Das lustigste war der Bordcomputer: Während der ganzen Aktion, also während der Tank total leer war, hat der Bordcomputer steif und stolz behauptet, ich hätte noch eine Reichweite von 40km... ich wusste ja, dass der Wert nicht so genau ist... aber 40km sind doch schon ein dolles Stück! (-:


Moral von der Geschichte: 1.: Wenn dein Tank leer ist, dann tanke... egal wie viel es kostet! 2.: Wenn dein Bordcomputer behauptet, du kommst noch 40km weit, obwohl du schon lange mit leerem Tank am Straßenrand stehst, dann hat er garantiert Unrecht!


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Verbrannte Zone, das Onlinespiel

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